Zurück von der e-miglia 2010

27. August 2010 ·

Die e-miglia 2010 verlief sehr erfolgreich. Wie Insider erwartet hatten, habe ich zusammen mit Jürgen Putzer die Klasse der dreirädrigen Elektrofahrzeuge gewonnen. Das hat uns sehr gefreut, was uns aber wichtiger war, dass wir mit der Rallye das Thema Elektromobilität unter die Menschen gebracht haben. Wir hatten interessante Gespräche mit Passanten, die sich für unser TWIKE interessiert haben.
Eine sehr pragmatische Variante der Öffentlichkeitsarbeit, die nicht nur Bilder produziert, sondern die Aufmerksamkeit dort erregt wo sie Früchte schlagen kann, bei den zukünftigen Elektromobilisten. Das Potential ist dabei grösser als man es vielleicht vermuten möchte. Wichtig ist, dass man es endlich mal angeht.
Die Zeit der symbolischen Stromtankstellen ist vorbei. Wer meint Elektromobilität, damit auch nachhaltige und zukunftsfähige Verkehrskonzepte würden einzig von Säulen abhängen, die an Parkplätzen aufgestellt werden, ist auf dem berühmten Holzweg. Das hat übrigens auch der kürzlich beendete Pilotversuch von BMW in München ergeben.

Bekanntlich war Schwabmünchen bei der Elektrorallye über die Alpen aussergewöhnlich stark vertreten. Solarunternehmer Robert Häring, er betreibt übrigens schon lange eine Stromtankstelle in Schwabmünchen, war mit seiner Tochter Marina ebenfalls am Start. Das Foto oben zeigt uns am Ende der dritten Etappe in Bozen. Zu einer prominenten Platzierung hat es leider nicht gereicht, dafür war ihre Klasse der vierrädrigen Fahrzeuge zu dicht besetzt. Im Gesamtklassement lagen sie mit ihrem Tesla Roadster am Ende aber deutlich vor unserem TWIKE. So wie ich die beiden erlebt habe, war ihnen das formale Ergebnis mindestens ebenso egal, wie uns. Wichtig war, dass die Rallye Spass gemacht hat, alle Teilnehmer heil im Ziel angekommen sind und dem Thema Elektromobilität eine Plattform geschaffen wurde. Ein paar Impressionen von der Fahrt des gelben Flitzers und über die Rolle der Sonnenenergie für die Elektromobilität gibt es in dem folgenden Video.

Schade finde ich es nach wie vor, dass das Thema Elektromobilität hier in der Region noch nicht über reine Sympathiebekundungen hinausgekomen ist. Dabei gäbe es hier sehr viel Potential und einige kluge Köpfe, für die nachhaltige Mobilitätskonzepte mehr sind als Nischenthemen. Das Beispiel e-miglia zeigt aber, wie schnell man mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit eine Plattform schaffen kann, die weiter ausstrahlt. Nehmen wir doch mal die Stadt Hersbruck, dort wurde das Team Anders-Unterwegs.de nicht nur einfach adoptiert, sondern auch gleich eine Aktion gestartet gestartet um Elektromobilität in die Tat umzusetzen. Die regionalen Medien haben breitflächig darüber berichtet. Klar, es ist nur ein Pedelec für den Bürgermeister und die Stadtverwaltung, aber es ist eben auch der wichte erste Schritt und ein Zeichen, dass es machbar ist.
Das ist es was ich hier der Region vermisse, aber vielleicht ändert sich das ja bald. Denn auch hier hört man es an allen Ecken knistern. Zuletzt gar nicht so weit in Landsberg am Lech, wo beim Zero Race Elektrofahrzeuge Station machten.

Unser Imagefilm wartet noch darauf geschnitten zu werden. Wer will, kann unsere Erlebnisse bei der e-miglia 2010 schon mal nachlesen.

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