Klimaschutzkonferenz

Heue Nachmittag findet die erste Klimaschutzkonferenz für den Wirtschaftsraum Augsburg statt. Sie ist Bestandteil der Entwicklung eines regionalen Klimaschutzkonzepts, mit dem Kompetenzen auf kommunaler und regionales Ebene gebündelt werden sollen. Nach einem Einstieg mit (Impuls-) Reden werden dazu heute 16 verschiedene Themenfelder an sog. Thementischen bearbeitet. Im wesentlichen dreht es sich dabei um Energie, konkret Strom und Wärme, und Mobilität in den verschiedensten Variationen. Ziel des heutigen Tages ist es Ideen für Modellprojekte zu sammeln, die dann weiter verfolgt werden.

Wie konkret das Ergebnis aussehen wird, lässt sich im Vorfeld natürlich nicht sagen, aber es wird spannend werden. Für meine persönliche Vorbereitung habe ich mich noch einmal verstärkt mit dem Thema Windkraft und der Energiespeicherung mit Erdgas (Methan) beschäftigt. Darin sehe ich eine der entscheidenden Techniken, wie nachhaltige Energieversorgung in Zukunft aussehen wird. Vorausgesetzt die Region kommt beim Thema Windkraft endlich zu Potte. Denn viele ALternativen dazu haben wir nicht. Die Wasserkraft ist weitgehend ausgereizt, mit Solaranlagen alleine wird der Strombedarf nicht gedeckt werden können und für Geothermie fehlen die Potentiale. Darum widme ich diesem Artikel auch das Bild eines der wenigen Windräder der Region, das seit vielen Jahren seine Runden an der Taubentalstraße in Schwabmünchen dreht.

23 comments for “Klimaschutzkonferenz

  1. Menkinger
    8. Juni 2011 von 09:16

    Wir war es und kam was dabei raus?

    • 8. Juni 2011 von 09:57

      Spannend eben 😉 Ich war ja zunächst mal gespannt ob das Format der Thementische in dem Zusammenhang funktioniert. Da war ich positiv überrascht, dass es trotz zurückhaltender Moderation gut geklappt hat und die Gruppen sich schnell arrangiert haben. Zumindest war das mein Eindruck. Im Detail gab es auch Schwierigkeiten, an „meinem“ Thementisch ging es eher lebhaft zu. Das lag aber vor allem daran, dass der Zuschnitt, also die Aufgaben-/Fragestellung nicht in das Format gepasst hat.

      Auf Resultate wird man noch warten müssen, die Vorschläge aus den Thementischen werden jetzt dann wieder im kleinen Kreis gefiltert und dann im September in einer weiteren Konferenz vertieft werden. Das ist natürlich schade, dass es jetzt erstmal im geschlossenen Kreis weitergeht, ist in dem Kontext aber fast nicht anders machbar.
      Ich denke, dass trotzdem schon jedeR was mitnehmen kann. Es muss ja nicht alles auf den Flipcharts stehen 😉

      • Menkinger
        8. Juni 2011 von 10:04

        Warum setzt Du Dich dann an den Tisch, wenn das Thema nicht stimmt?

        • 8. Juni 2011 von 10:47

          Weil ich immer brav mache, was man mir anschafft 😉
          Meine Auswahl, die ich bei der Anmeldung getätigt hatte, wurde nicht berücksichtigt. Ich hätte mich lieber mit konkreten technischen Themen, Verkehr oder virtuelle Kraftwerke, beschäftigt.
          Den Thementisch bei dem ich dann gelandet bin, hatte ich zwar auch auf dem Radar, weil da im Titel „Bürgerbeteiligung“ stand. Die Kombination mit „Regionalem Klimaschutzmanagement“ + „Kooperation“ war mir dann aber doch zu weit gefasst. Zum Zeitpunkt der Anmeldung gab es auch keine Beschreibung, was man sich darunter hätte vorstellen sollen. Die kam erst am Freitag, also zwei Werktage vor der Klimaschutzkonferenz.

          • Menkinger
            8. Juni 2011 von 11:07

            Das ist doch Zeit genug um sich einzulesen :)

            • 8. Juni 2011 von 11:53

              Ja, das waren ja auch nur ein paar Sätze. Nur wie gesagt, ich hatte den Thementisch ja gar nicht mehr auf dem Plan.
              Bei der Konferenz habe ich das Intro dann schon noch gelesen, aber das hat meine Bedenken, dass der Zuschnitt nicht stimmt eher noch gefördert. Ich hätte den Thementisch „Aufgaben für eine regionale Energieagentur Augsburg“ genannt. Das hätte faktisch besser gepasst und wäre ehrlicher gegenüber den Teilnehmern gewesen. So hatte ich den Eindruck, dass man sich für ein bereits gesetztes Projekt – die regionale Energieagentur – nachträglich ein Placet geben lassen will.

          • Stefan R.
            8. Juni 2011 von 11:14

            Das stelle ich mir überhaupt schwierig vor alle Beteiligten auf den gleichen Wissensstand zu bringen. Da kommt doch quer die Schichten alles was sich für das Thema Klima interessiert und jeder hat auch noch eigene Vorstellungen davon, was am Ende dabei herauskommen muss.

            • 8. Juni 2011 von 12:05

              Eigentlich ist es ja gerade der Unterschied, der es spannend macht und dann die Resultate bringt. Entscheidend ist, dass die Affinität zum Generalthema da ist. Der Rest ergibt sich im Austausch, schließlich saß man ja 2,5 Stunden beisammen.

  2. Stefan R.
    8. Juni 2011 von 10:21

    Wie darf man sich denn die Thementische vorstellen. Waren die offen oder gab es ein festes Thema zu dem gearbeitet wurde?

    • 8. Juni 2011 von 10:31

      Die waren nicht offen. Die Themen waren vorgegeben. Insgesamt 16 Stück und bei der Anmeldung im Vorfeld sollte man sich für 3 entscheiden. Von denen man, zumindest im Idealfall, für eines dann eingeteilt wurde.
      Kein Knowledge-Café, World-Café oder ähnliches, das hätte auch den Rahmen gesprengt.

  3. Menkinger
    8. Juni 2011 von 12:26

    Ist das die Ernergieagentur die da erwähnt ist? Es wird zwar nicht klar was das sein soll, aber sowas gibts ja auch scon anderswo und hört sich nicht schlecht an.

    • Menkinger
      8. Juni 2011 von 12:27

      Sorry, der Kommentar hätte oben sein sollen ….

    • 8. Juni 2011 von 12:56

      Das macht doch nichts, wird eh langsam zu schmal.

      Die regionale Energieagentur, vorausgesetzt man hat die Mittel um sie effektiv arbeiten zu lassen, ist eine gute Idee, das ist gar nicht die Frage. Es geht um zwei Dinge:
      a) Auf der Konferenz sollten Projektvorschläge für das Klimaschutzkonzept gemacht werden, die dann später ausgearbeitet werden. Die regionale Klimaagentur ist aber bereits ein fester Bestandteil für dieses Konzepts. Heute berät auch der Kreistag darüber. Da muss man sich also keine Gedanken mehr darüber machen ob das Teil eines Klimaschutzkonzeptes sein könnte.
      b) Zwei Teilnehmer des Thementisches sind offensichtlich an dem Projekt beteiligt und hatten damit einen Wissensvorsprung gegenüber den anderen Teilnehmern, den sie aber nicht voll weitergaben. Anstatt sich gegenseitig zu inspirieren, lief der Informationsfluss in eine Richtung.
      Damit wird im Endeffekt das Format missbraucht und frustriert sind am Ende wahrscheinlich alle.

    • Andre
      8. Juni 2011 von 13:45

      An der Stelle muss ich widersprechen. Eine Energieagentur ist nur auf dem Papier oder in einer heilen Welt eine gute Idee. Das Problem dahinter ist das Know How, das so einer Institution fehlt und das sie sich in kurzer Zeit beschaffen muss. Im Bereich EE steckt das vor allem in lokalen Initiativen und Privatleuten, die jetzt angezapft werden sollen. Nachdem sie jahrelang nicht beachtet wurden, dürfen sie jetzt als Informationsquelle dienen, mit der finanzierte Posten und Reputation für die Antragsteller verbunden sind.
      Das ist auch der Grund warum ich nicht zu der Konferenz gegangen bin. Die letzen 20-30 Jahre hat man sich einen Dreck um das Thema gekümmert und jetzt auf einmal wird klar, dass das Wissen fehlt um dem Problem Klimawandel zu begegnen. Jetzt soll Bürgerbeteiligung die Welt retten. Aber ist das denn wirklich Beteiligung, wenn am Ende nur wieder von oben nach unten durchregiert wird?

      • Menkinger
        8. Juni 2011 von 14:00

        Klar haben sie alle geschlafen, aber wenn sie jetzt aufwachen, kann man ihnen ja nicht genau das zum Vorwurf machen.

        • Andre
          8. Juni 2011 von 14:30

          Das Vorwurf richtet sich nicht gegen das Tun an sich, sondern die Art wie es geschieht. Die Revolution der Erneuerbaren ist das Werk derer, die sich nicht darum gekümmert haben was „Oben“ passiert ist. In Ulm gibt es schon so eine regionale Energieagentur die „neutrale und unabhängige Beratung“ anbietet. Mit dabei sind zwar LEW, EnBW und Ehinger, die ordentlich Atomstrom im Mix haben, aber kein alternativer Anbieter. Das ist die berühmte Katze, die auf den alten Füßen geht. Bürgerbeteiligung steht da nur, weil es gerade modern ist, worum es aber geht ist Bürgerlenkung. Meine Meinung!

      • 8. Juni 2011 von 16:06

        Das ist halt ein Konflikt, den es zwischen Engagement und Profession immer gibt. In dem Fall wird es vielleicht auch etwas dadurch verschärft, dass Verwaltungsstrukturen (da zähle ich mal StaWa + LEW auch dazu) auf Initiativen treffen. Entscheidend ist da immer, dass man sich auf Augenhöhe trifft und die Frustration, die gerade in dem Themenbereich besteht auch akzeptiert. Das ist ein eigener Lernprozess der Zeit braucht und das ist mit ein Grund, warum ich den Thementisch aus der Konferenz herausgehalten hätte.

        Gleichwohl sehe ich in einer solchen Energieagentur auch ein Chance für Transparenz und Partizipation. Wollen muss man es halt, was ich bisher so gehört habe, soll es aber eher eine Art Wissenspool werden und nicht so sehr ein Think Tank.

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