Bürgerbeteiligung bei der Nahverkehrsplanung
Leider, vielleicht auch glücklicherweise, gibt es für den Nahverkehr keine Metapher, ähnlich der vom Strom, von dem es zu wissen ausreicht, dass er aus der Steckdose kommt. Dennoch gilt auch beim ÖPNV, dass seine Wertschätzung erst dann einsetzt, wenn er nicht (mehr) da ist. In Schwabmünchen wurde der Nahverkehr mit dem neuen Winterfahrplan der Bahn besonders schmerzlich in Erinnerung gerufen.
Nun ist es aber gerade nichts so, dass sich die Verkehrsplanung alle Jahre neu definiert. Das passiert im Grunde nur bei der Bahn, die regionalen Angebote sind, abgesehen vom Fahrpreis, stabiler und passen sich eher sanft an neue Gegebenheiten an. Grund dafür ist der Nahverkehrsplan, der als Grundlage für die Linienplanung des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbunds (AVV) dient. Dieser Nahverkehrsplan soll nun fortgeschrieben werden, dazu sind die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre Anregungen für die Weiterentwicklungen einzubringen. Die Navigation auf der Webseite des AVV ist nicht unbedingt übersichtlich, deswegen hier auch gleich der Hinweis auf das Online-Formular, mit dem bis zum 29. Februar 2012 Ideen und Vorschläge eingebracht werden können.
Die Anregungen aus der Bevölkerung fließen dann in den Nahverkehrsplan ein, der ab 2013 die weitere Entwicklung des ÖPNV im Bereich des AVV festlegt. Mit diesem Planungsvorhaben wird über die Qualität und damit die Akzeptanz des Nahverkehrs entschieden. Das hat auch Auswirkungen auf den Klimaschutz, denn Ziel muss es sein, mehr Pendler zu motivieren den ÖPNV zu benutzen und das geht nur, wenn ein möglichst variantenreiches Angebot vorhanden. Dass dies aktuell nicht der Fall ist, dürfte außer Frage sein, das sollte aber nicht dazu führen, das Beteiligungsverfahren als Beschwerdebox anzusehen, besser sind konstruktive Vorschläge. Das erleichtert nicht nur die Einbeziehung in den weiteren Planungsprozess, es zeigt auch die Wertschätzung gegenüber der Beteiligungsinstruments an sich. Das erhöht wiederum die Wahrscheinlichkeit, die Bürgerbeteiligung als zentrales Element des Verkehrsplanung zu etablieren.
Für einen komfortablen, den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger entsprechenden Nahverkehr, bitte hier entlang.
Pressemitteilung des AVV:
Gemeinsame Nahverkehrsplanung wird fortgeschrieben
Der Plan für den Nahverkehrsraum Augsburg wird derzeit nach den Vorgaben des Bayerischen Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in Bayern (BayÖPNVG) fortgeschrieben. Er entspricht dem Raum des Augsburger Verkehrsverbundes und erstreckt sich über die Stadt Augsburg, die Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg sowie über das Gebiet des Altlandkreises
Wertingen im heutigen Landkreis Dillingen a.d. Donau.Der „Nahverkehrsplan 2013plus“ wird von der Stadt und den Landkreisen zusammen mit der Firma PTV Planung Transport Verkehr AG aus Karlsruhe erarbeitet und im Rahmen für die künftige Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den nächsten Jahren festgelegt. Die Planung dient dazu, ein schlüssiges
ÖPNV-Gesamtkonzept und die gewünschte Qualität des ÖPNV zu definieren, etwaige Mängel zu identifizieren und Maßnahmen aufzuzeigen und zu beheben. Damit soll im Verbundraum eine angemessene verkehrliche Anbindung sichergestellt werden unter Berücksichtigung der vielfältigen Anforderungen in den einzelnen,
strukturell sehr unterschiedlichen Räumen.Gemeinsam wird den interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit geben mitzuwirken und Anregungen vorzubringen. Unter www.wirtschaft.augsburg.de bei “Aktuelle Informationen“ oder unter www.avv-augsburg.de/der-avv/nahverkehrsplan finden Interessierte weitere Informationen sowie ein Formular, mit dem bis Ende Februar 2012 Ideen und Vorstellungen zur Nahverkehrsplanung in den Planungsprozess eingebracht werden können.





Dann aber los. In Mittelstetten holen sie schon die Tragschrauber raus um vom FLeck zu kommen.
Hey, das war mein Kalauer
Autsch. War keine Absicht, kam heute im Newsletter und haben den Tweet erst eben gelesen.